Trennung deutsch-österreichischer Strompreiszone

Dass der Strom für österreichische Haushalte ab Oktober teurer werden soll, haben wir bereits berichtet. Nun ist es soweit. Seit 1. Oktober gilt die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone. Die Folge ist, dass kein unbegrenzter Stromhandel zwischen den beiden Ländern betrieben werden kann. Der Handel im großen Stil zwischen etablierten Märkten bleibt aber auch in Zukunft möglich. Hierbei spricht man von mindestens 4.900 Megawatt. Abhängig von der Netzsituation will man weitere Kapazitäten hinzunehmen. Das bringt positive Effekte mit. Man passt so den Stromhandel an die reale Netzsituation an. Dadurch hat man Energieflüsse für die Übertragungsnetzbetreiber besser unter Kontrolle.

Auflösung der Strompreiszone

Durch intensive Vorbereitungen der Übertragungsnetzbetreiber, Strombörsen, Marktteilnehmer und Regulierungsbehörden konnte das Projekt zeitgemäß und erfolgreich durchgeführt werden. Für die Planung nahm man sich ein Jahr Zeit. Für die Anpassung verschiedener Systeme laufen seit drei Monaten realistische Simulationen, welche man ebenfalls erfolgreich abschließen konnte. Ähnliche Projekte für die Umsetzung kämpften teils mit Verzug. Mit dieser Simulierung konnte man sich jedoch an den Zeitplan halten. Die Regulierungsbehörden sind zufrieden, denn auch seitens Marktteilnehmern gibt es keine wesentliche Kritik.

Leichter Preisanstieg

Bisher gibt es keine massiven Auswirkungen auf den österreichischen Strommarkt. Preisreporter berichteten im September von einem beachtlichen Preisanstieg, aber auch von einem Preissturz. Im gesamten Jahr schätzt man den Unterschied auf zwei bis drei Euro. Diese Faktoren sind abhängig von Gas- und CO2-Preisen. In Österreich sind insgesamt leichte Preissteigerungen zu erwarten. Industrie und Gewerbe sind davon früher betroffen. Gründe sind die börsenpreisgekoppelten Preise und monatlichen Abrechnungen. Haushalte spüren die Auswirkung später, da die Abrechnung jährlich stattfindet. Die Folgen der Trennung der Strompreiszone werden aber überlagert vom Anstieg der Großhandelspreise der EU. Denn für 2019 stiegen sie wegen hoher Gas-, Kohle- und CO2-Preise.

Gründe für die Trennung

Grund für die Auflösung ist ein Beschluss der europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER). Dieser hielt fest, dass die Aufspaltung der österreichisch-deutschen Strompreiszone nötig ist. E-Control und die Bundesnetzagentur einigten sich im Mai 2017 auf eine Umsetzung.

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Quelle:

APA-OTS

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