Stromkosten werden erhöht

Der Strom für österreichische Haushaltskunden soll ab Oktober teurer werden. Dies geschieht aufgrund der Trennung der bis dato gemeinsamen Stromhandelszone Österreich und Deutschland. Je nach Anwendungsfall wird mit 7,2 bis 21,5 Euro pro Jahr gerechnet. Das bedeutet 0,6 bis 1,8 Euro pro Monat. Wegen dieser Zahlen wird von einem moderaten Rahmen gesprochen.

 Unterschiede nach Bundesland

Allerdings schwanken die Unterschiede zwischen den Bundesländern stark. Wien wird hier klar im Vorteil sein mit Szenarien von 5,3 bis 16,0 Euro Verteuerung pro Jahr bzw. 0,4 bis 1,3 Euro pro Monat. Vorarlberg wird es voraussichtlich am Stärksten treffen mit 9,4 bis 28,1 Euro jährlich bzw. 0,8 bis 2,3 Euro monatlich. Für Kärnten liegt der Anstieg bei 8,6 bis 25,9 Euro im Jahr oder monatlich 0,7 bis 2,2 Euro. Nieder- sowie Oberösterreich wird im Mittelfeld angesiedelt.

Die regionalen Unterschiede ergeben sich aus den jeweiligen Haushaltsverbräuchen. Angesichts des starken Stromverbrauchs liegt Vorarlberg an der Spitze der Erhöhung.

Folgen für den Handel

Durch die Auftrennung zwischen Österreich und Deutschland wird der Stromhandel erschwert, was erhöhte Einkaufskosten für Groß-Stromanbieter zur Folge hat. Da aber der Endverbraucherpreis für Haushalte diverse Faktoren beinhaltet, ist es schwer, eine genaue Diagnose zu stellen.

Die Österreichische Energieagentur errechnete bei drei Variationen einen Anstieg der Großhandelspreise von zwei, vier oder sechs Euro pro Megawattstunde (MWh) aus – zuletzt lagen die Preise auf Großhandelsebene bei rund 35 Euro je MWh.

Entwurf eins prophezeit einen kaum merklichen Anstieg, wohingegen Möglichkeit drei einen extremen Anstieg vermuten lässt, was die Handlungsaktivitäten beider Länder stark einschränken würde. Szenario zwei nimmt  einen stärkeren Anstieg an, als momentan für wahrscheinlich gehalten wird, liegt aber dennoch stark unter Nummer drei.

Angesichts dieser Trennung wird die Österreichische Energieagentur die Berechnung ihres Österreichischen Strompreisindex anpassen, um weiter die Preissituation am heimischen Markt aufzuzeigen.

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Quelle: derStandard

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