Strom-Großhandelspreise sinken

Wie bereits berichtet, ließen CO2-Emissionen den Strompreis zusätzlich ansteigen. Durch die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone erhöhte sich der Preis abermals. Nach langen zwei Jahren sinken 2019 erstmals die Strom-Großhandelspreise. 

Entwicklung des Strompreises

2019 liegt der Österreichische Strompreisindex um 37,7 Prozent höher als noch 2018. Von Juli auf August sinkt der ÖSPI  (Österreichischer Strompreisindex) um 1,1 Prozent. Das ist nun der erste Rückgang seit September 2017.

Im Jahresvergleich sinkt der Grundlastpreis um 38,6 Prozent, wobei der Spitzenlastpreis um 35,5 Prozent steigt. Von Juli auf August sinkt der Grundlastpreis um 1,1 Prozent. Der Spitzenlastpreis zeigt ebenfalls ein Minus von 1,3 Prozent.

Berechnung der Energiekosten

Bei diesen Werten erfasst der ÖSPI jedoch nur das Produkt selbst. Andere Kosten wie Netzgebühren, Steuern oder Abgaben werden nicht mitberechnet. Diese Nebenkosten betragen 60 Prozent des Gesamtpreises. Daher kann es zu höheren Schwankungen für den Endkonsumenten kommen.

Des ÖSPI liegen die Marktpreise für die nächsten vier Quartale zugrunde. Der Marktpreis ergibt sich aus den Notierungen an der Energie-Börse EEX – kurz für European Energy Exchange in Leipzig. Durch eine standardisierte Methode wird dann der ÖSPI errechnet. Diese Marktwerte zeigen auch die zu erwartende Entwicklungen des Strompreises. 

Die oben genannten Größen Grundlast und Spitzenlast werden ebenfalls für die Berechnung benötigt. Durch den ÖSPI lässt sich die Veränderung des fiktiven zukünftigen Strompreises mit jenem der Vergangenheit in Prozent darstellen. Ausgangsbasis für den ÖSPI ist der Durchschnitt der Energiepreise aus dem Jahr 2006.

Da, wie oben schon erwähnt, andere Kosten wie Netzgebühren, Steuern, und ähnliches nicht miteinbezogen werden, kann mit dem ÖSPI keine Aussage über die Preisgestaltung des Energieanbieters getroffen werden.

Über den Österreichischen Strompreisindex

„Die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.“ – Austrian Energy Agency

Related Post

Stromkosten werden erhöht

Stromkosten werden erhöht Der Strom für österreichische Haushaltskunden soll ab...

Umweltbewusst reisen

Ökologisch in den Urlaub starten Reisen ist besonders in den Monaten Juli und August ein...

Geschichte und Zukunft der...

Die Geschichte und Zukunft der Mobilität Transformation der Mobilität in den letzten...

Feste Biomasse

Erneuerbare Energie 2017 zeigte im Vergleich zu 2016 ein Wachstum in der Verwendung von...

Solarthermie und Photovoltaik

Marktentwicklung: erneuerbare Energie – Solarthermie und Photovoltaik 2017 bot...

Wärmepumpen und Windkraft

Wärmepumpen und Windkraft – erneuerbare Energien In beiden steckt viel Potenzial...

Leave a Comments

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .