Mit richtiger Ernährung Klima schonen

  • Weltvegetariertag
  • Erntedank
  • Welternährungstag
  • Weltvegantag
In den letzten Wochen widmete man mehrere Tage der Ernährung. Aus diesem Grund wollen wir Sie über den Einfluss dieser auf das Klima informieren. Denn die Hauptursache für den Klimawandel sind die Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas (N2O). Jeder Mensch hat die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten und die Emissionen zu reduzieren.

Mikroorganismen und Emissionen

Zu einem Viertel sind Methan und Lachgas für die Erderwärmung verantwortlich. Der Mensch hat durch den Eingriff in die Natur durch Industrialisierung, Erdölgewinnung und Monokulturen das natürliche Gleichgewicht gestört. Denn Gase wie Methan und Lachgas entstehen bei der Verwendung und Gewinnung fossiler Brennstoffe (z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas). Weiters auch in der Klärschlamm- und Abwasserbehandlung sowie Landwirtschaft. Mikroorganismen sind für die Entstehung dieser Gase verantwortlich. Diese Organismen verarbeiten sie allerdings auch wieder und machen sie dadurch unschädlich.

Zu verstehen, wie Mikroorganismen funktionieren ist von Wichtigkeit. Denn dadurch kann man erkennen, wie er zur Freisetzung oder Aufnahme von Treibhausgasen kommt. Methanoxidierende Mikroorganismen können Methan aus der Atmosphäre aufnehmen und somit fungieren Böden als Methan-Senken. Werden aber nichtkultivierte Böden bewirtschaftet, kann weniger Methan aufgenommen werden.

Für die Produktion von Lachgas ist zum Großteil die Landwirtschaft verantwortlich. Dieses entsteht durch die Verwendung von Stickstoffdünger. Wer annimmt, dass eine Reduzierung vom Einsatz der Düngemittel das Problem löst, lässt einen wichtigen Fakt außer Acht. Denn das bedeutet, dass circa 3,7 Milliarden Menschen die Lebensgrundlage entzogen wird. Denn die Hälfte der Weltbevölkerung kann sich nur durch die Nutzung von Düngemittel ernähren.

Problematisch ist auch, dass die Düngung ineffizient erfolgt. Nur 50 Prozent des Stickstoffs werden von den Pflanzen aufgenommen. Dies passiert durch falsche Dosierung und schlechtes Timing. Das führt dazu, dass der Rest in das Grundwasser, Flüssen und Küstengewässern gelangt. Wie bereits berichtet, führt eine Überdosierung zu Algenblüten. Was nicht in Gewässer gelangt, wird von Mikroorganismen in Lachgas umgewandelt und verstärkt die Klimaerwärmung. Aus diesem Grund versucht man seit Jahren, Pflanzen gentechnisch zu manipulieren, damit sie den Stickstoff aus der Atmosphäre aufnehmen. Bisher ist das bei Pflanzen nur durch Düngemittel möglich.

Lösungen

Um das Problem ganzheitlich zu lösen, braucht es vermutlich eine Strategie mit kombinierten Lösungsansätzen. Jeder einzelne Mensch kann jedoch seinen Beitrag leisten. Denn durch den Kauf von Biolebensmittel beeinflusst der Konsument direkt den Düngemittelverbrauch. Durch eine Reduzierung des Fleischkonsums kann das zusätzlich geschafft werden. Denn Pflanzen, welche gedüngt wurden, landen oft nicht direkt auf Tellern sondern als Futter für Zuchttiere. Es muss nicht jeder Vegetarier oder Veganer werden. Doch um das Klima zu schonen, ist es sinnvoll, in Maßen anstatt Massen Fleisch zu konsumieren.

Weniger CO2 durch biologische Produkte
Quelle: VCÖ – Deutlich weniger Treibhausgase durch Bio

Dazu gibt es eine Studie vom Zentrum für Globalen Wandel der Universität für Bodenkultur (Boku) und vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) im Auftrag der Initiative „Mutter Erde“. Diese besagt, dass durch kleine Veränderungen eine 100-prozentig biologische Landwirtschaft österreichweit möglich ist:

  • Fleischkonsum um 10 Prozent reduzieren, oder
  • Lebensmittelabfälle um ein Viertel vermindern

Laut einer Prognose der Statistik Austria steigt die Bevölkerung bis 2080 auf zehn Millionen. Um hier immer noch eine flächendeckende Biolandwirtschaft zu gewährleisten, müssten folgende Faktoren eingehalten werden:

  • Fleischkonsum um ein Viertel verringern
  • Lebensmittelabfälle um die Hälfte vermeiden

Quellen:

Wie hängt unsere Ernährung mit dem Klima zusammen? – der Standard

100 Prozent bio wäre mit weniger Fleisch und Verschwendung möglich – der Standard

Related Post

Stromkosten werden erhöht

Stromkosten werden erhöht Der Strom für österreichische Haushaltskunden soll ab...

Umweltbewusst reisen

Ökologisch in den Urlaub starten Urlaub ist besonders in den nächsten Monaten ein...

Geschichte und Zukunft der...

Die Geschichte und Zukunft der Mobilität Transformation der Mobilität in den letzten...

Feste Biomasse

Erneuerbare Energie 2017 zeigte im Vergleich zu 2016 ein Wachstum in der Verwendung von...

Solarthermie und Photovoltaik

Marktentwicklung: erneuerbare Energie – Solarthermie und Photovoltaik 2017 bot...

Wärmepumpen und Windkraft

Wärmepumpen und Windkraft – erneuerbare Energien In beiden steckt viel Potenzial...

Leave a Comments

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .