Feinstaub – die Belastung in der Luft

Definition und Herkunft von Feinstaub

PM10 besteht aus einer Zusammensetzung von Partikeln. 50 Prozent haben ein Maß von 10 Mikrometer, der Rest ist kleiner und größer. Unter PM2,5 versteht man Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind. Zu Ultrafeinstaub zählen diejenigen, die kleiner als 0,1 Mikrometer sind. Jede Art ist für das freie Auge nicht sichtbar. Feinstaub gelangt vom Kehlkopf bis in die Lungen, was ihn stark gesundheitsschädlich macht. Besonders betroffen sind Kinder sowie ältere Menschen. Den Staub, den man von Baustellen und Steusplitt kennt, setzt sich zum größten Teil aus Grobstaub zusammen.

Feinstaub ist eine Mischung aus festen und flüssigen Partikeln. Primärer Feinstaub wird direkt in die Luft abgegeben. Sekundärer entsteht durch luftchemische Prozesse aus Vorläufersubstanzen wie etwa Amoniak, Stickstoffoxide oder Schwefeldioxid.

Hauptursachen

Verkehr

In der Nähe stark befahrener Straßen ist die Luft besonders stark verschmutzt. Die Belastung durch Stickoxid ist zu 90 Prozent auf Dieselfahrzeuge zurückzuführen. Diese bilden mit flüchtigem Kohlenwasserstoffen das Ozon. Vor allem an heißen Tagen, wovon es heuer genügend gab, ist die Ozonbelastung besonders hoch. Je kleiner die Partikel, desto gesundheitsschädlicher ist der Staub. Ultrafeinstaub wird insbesondere durch Diesel- und Benzin- Pkws sowie LKWs ohne Partikelfilter verursacht. Doch nicht nur auf den Straßen, auch im Autoinneren besteht die Belastung durch Ultrafeinstaub. Hinzu kommt das Aufwirbeln von Straßenstaub und Brems- sowie Reifenabrieb.

Hausbrand und Industrie

Alte Einzelöfen, die mit Holz oder Kohle beheizt werden, sind beim Hausbrand die Hauptschuldigen. In der Industrie trägt die Bauwirtschaft die Verantwortung. Schornsteine, Kraftwerke und Landwirtschaft kommen noch hinzu.

Die Messmethode als Teilproblem

Momentan wird das Gewicht gemessen, aber nicht die Anzahl der Partikeln, welche den Einfluss auf die Gesundheit hat. Das bedeutet, dass ein gröberes Körnchen gleich viel wiegt, wie tausende Kleinstpartikel. Die gröberen bleiben in der Nase hängen, wohingegen die kleinen Teilchen über die Lungenbläschen bis in den Blutkreislauf vordringen. Doch genau diese sind vermehrt im Dieselruß enthalten, der von der WKO als krebserregend eingestuft wurde.

Folgen

Zuerst gelangen die Abgase in die Lunge, wo es zu Erkrankungen kommen kann. Bestehende Leiden wie etwa Asthma oder COPD (Raucherlunge) können durch Feinstaub verschlimmert werden.

Ultrafeinstaub PM 0,1 kann über Lungenbläschen in den Blutkreislauf kommen und sich so im ganzen Körper verteilen. Hier können chronische Entzündungen entstehen und eine Kettenreaktion auslösen. Dadurch werden Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs, Zuckerkrankheiten und andere begünstigt.

Gesundheitsschädigender Feinstaub
Feinstaub als Auslöser vieler Krankheiten

Lösungen

  • Heizenergie sparen
  • Stromverbrauch reduzieren
  • Öffentlichen Verkehr, Fahrrad und Fußwege nutzen
  • Heizkessel und Öfen durch effiziente und emissionsarme Geräte ersetzen
  • Mehrmals täglich kurz lüften zu verkehrsarmen Zeiten
  • Rauchfreie Zonen schaffen
  • Auf Ökostrom umsteigen

Weitere Lösungen finden Sie auf der VCÖ Website. Wenn Sie ihr Unternehmen aufrüsten, sowie Energie, Zeit und Geld sparen wollen, beraten unsere Experten Sie gerne. Sichern sie sich ein kostenfreies Erstgespräch.

Quellen:

Umweltbundesamt

VCÖ – Gesunde Luft statt giftige Verkehrsabgase

VCÖ – Was ist Feinstaub und welche Feinstaub-Partikel sind am schädlichsten?

Umweltberatung

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