Abfallvermeidung. Vorbereitung zur Wiederverwendung. Recycling. Verwertung. Beseitigung.

Das sind die fünf Stufen der Abfallhierarchie. Cradle to cradle setzt jedoch nicht an eine der Stufen an, sondern wird als ganzheitliches System wahrgenommen. Hierbei geht es um den gesamten Kreislauf von Produkten.

Ursprung und Funktion des C2C-Prinzips

„Das cradle to cradle-Prinzip stammt vom deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough. Dieses „C2C“-Konzept soll als Ansatz für eine konsequente Kreislaufwirtschaft dienen. Produkte, die mit diesem Siegel versehen sind, können entweder als biologische Nährstoffe in biologischen Kreisläufen zurückgeführt werden, oder sie können als „technische Nährstoffe“ in technischen Kreisläufen verwendet werden. Der Begriff stammt aus dem Buch: „Cradle to Cradle: Remaking the Way We Make Things“ von den oben genannen Männern.

„In einer Zeit, in der Ressourcen immer knapper werden, bietet C2C einen innovationsorientierten Lösungsansatz: Produkte werden neu entwickelt und von Anfang an so designt, dass Materialien problemlos in Kreisläufe zurückgeführt werden können. Namenhafte Akteur*innen unter anderem aus den Bereichen
Fashion, Kunststoffe, ökologische Landwirtschaft, Drucken sowie aus dem diesjährigen Vertiefungsthema Bau und Architektur diskutierten in unterschiedlichen Formaten über C2C als Innovationsmotor. Deutlich wurde, dass es Visionär*innen und C2C – Enthusiast*innen braucht, die einen Gegenentwurf zu bestehenden Produkten, Herstellungsverfahren und Wirtschaftsweisen entwickeln. So betonte Erwin Thoma (CEO Thoma Holz), wir müssten aus einem Haus wieder ein Haus machen, um genügend Holz zu haben. Wenn wir aus einem Haus Sondermüll machten, verlören wir wichtige Rohstoffe. Auch wurden auf dem Congress konkrete Forderungen an die Politik gestellt: So müssten sich im Bausektor die Ausschreibungen ändern, sodass nicht das günstigste Angebot den Zuschlag erhält.“ – cradle to cradle congress 2017

Das cradle to cradle Designprinzip

1. „Nährstoff bleibt Nährstoff

„…Das heißt, dass alle Materialien, die wir verwenden, fortwährend in Kreisläufen zirkulieren können. Müll existiert nicht. Im Unterschied zu klassischem Recycling büßen sie bei der Wiederverwertung nicht an Qualität ein. So gehen Materialien, also Ressourcen, nicht mehr verloren, sondern sind immer „Nahrung“ für ein neues Produkt. Man könnte also auch sagen: Nahrung ist Nahrung. Damit das funktionieren kann, unterscheiden wir in Biosphäre und Technosphäre.

Die Biosphäre umfasst biologische Kreisläufe, also Verbrauchsgüter, die in direktem Kontakt mit der Umwelt stehen, z. B. durch Abrieb. Daher müssen die Materialien gesundheitsverträglich und kompostierbar sein.

In der Technosphäre sprechen wir von technischen Kreisläufen für Gebrauchsgüter. Solche Produkt(-teile) nutzen sich nicht ab. Je nach Sphäre ergeben sich unterschiedliche Nutzungsszenarien und Anforderungen an ein Produkt, und dementsprechend werden Materialien für ein Produkt ausgewählt. Diese Materialien zirkulieren in kontinuierlichen Kreisläufen, trotzdem können die beiden Sphären bzw. Kreisläufe für ein Produkt eine sinnvolle Partnerschaft eingehen….“  – Cradle to Cradle e.V.

2. Nutzung erneuerbarer Energien

„…Materialien im C2C Designkonzept positiv definiert: Im Gegensatz zur weit verbreiteten „Frei von“-Mentalität wird definiert, welche Materialien ohne Bedenken in den jeweiligen Kreisläufen genutzt werden können. So verhindern wir, dass Schadstoffe einfach durch andere ersetzt werden.

Für die Herstellung intelligenter, kreislauffähiger und innovativer Produkte nutzen wir erneuerbarer Energien. Die Sonne (und davon abgeleitet Wind, und Gezeiten) beispielsweise ist Motor aller natürlichen Prozesse, und bleibt eine verlässliche Energiequelle für viele zukünftige Generationen….“ – Cradle to Cradle e.V.

3. „Kulturelle und biologische Diversität feiern und fördern

„…Vielfalt ist Vorteil. Die Natur zeigt: Vielfältige Ökosysteme sind oft widerstandsfähiger und flexibler. Vereinheitlichung, wie sie auch durch die industrielle Revolutionen entstand, ist oftmals eine Sackgasse. Das C2C Designkonzept fordert die Einbeziehung der Vielfalt an Ideen, Konzepten, Meinungen, Gewohnheiten und Kulturen….“ – Cradle to Cradle e.V.
enelteco setzt sich für Themen wie Umwelt und Ressourcen ein. Daher bieten wir unseren Kunden einen besonderen Service. Wir messen den ökologischen Fußabdruck in Ihrem Unternehmen, damit auch Sie ein Zeichen setzen können.

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