Landschaftsaufnahme eines bereits sehr geschmolzenen Gletschers

Klimawandel nur durch Geoengineering stoppbar?

Die Ziele des Klimagipfels in Paris sind klar. Doch wie die Umsetzung aussehen soll, steht nicht im Abkommen. Das Ziel, unter der 2 Grad Grenze zu bleiben erfordert rasches Handeln. Weltweit müssen sich Produktions- und Verbrauchsysteme ändern. Die Kohlenstoffintensität braucht eine Minderung von 6,2 Prozent in der Weltwirtschaft. Diese Reduktion lag zwischen 2000 und 2013 bei ca. 0,9 Prozent. Für die Unterschreitung der 1,5 Grad-Marke benötigt es sogar eine Einsparung von 10 Prozent jährlich.

Die positive Nachricht ist, dass bereits über tausend Unternehmen, Staaten, Städte, NGOs, usw. zu 100 Prozent der erneuerbaren Energie verschrieben haben. Dazu zählen 100 der weltgrößten Unternehmen.

Die Vermeidung des Klimawandels bedarf schneller Reaktionen. Nicht nur die freien Märkte, auch die Politik muss handeln. Durch das Wissen um heutige Technologien wie Solar- und Windenergie oder Speichertechnik könnte ein schneller Umschwung stattfinden. Doch günstigere Preise für erneuerbare Energie alleine reicht nicht. Autos, Fabriken, Kraftwerke und vieles mehr werden mit fossilen Brennstoffen befeuert. Diese wehren sich gegen eine Entwertung ihrer Bezüge. Die Einführung einer CO2-Steuer sowie der Anstieg des Ölpreises auf mindestens 50 USD pro Barrel könnte eine Wende im Klimawandel einleiten. Wenn nicht zügig gehandelt wird, bleiben nur noch zwei Möglichkeiten: Geo - Engineering und negative Emissionstechnologien. Bei beiden sind die Wirksamkeit und der Effekt auf das Ökosystem fragwürdig.

Folgen von Klimawandel- ausgetrockneter Erdboden

Geoengineering

Geoengineering wird auch Climate Engineering genannt. Damit bezeichnet man den Eingriff in unsere Umwelt. Dies geschieht mit Hilfe von technischen Mitteln. Zwei Arten sind von Bedeutung:

  • geochemisch: Einmischung in die chemische Zusammensetzung der Erde
  • biogeochemisch: Eingriffe in chemische, biologische und physikalische Prozesse. Diese Vorgänge sind für den Aufbau und die Funktion des Ökosystems verantwortlich.

Es gibt bereits einige Methoden für Geoengineering. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vom erwähnten Eingriff in die Atmosphäre bis hin zum Abfangen und Vergraben vom Treibhausgas CO2 ist vieles möglich.

Sonneneinstrahlung

Durch die Reflektion der Sonneneinstrahlung soll der Planet gekühlt werden. Bei dieser Methode verwendet man Schwefeldioxid zur Bildung von Wolken. Diese Substanz soll durch Flugzeuge in die höheren Schichten der Atmosphäre gebracht werden. Auf natürliche Weise geschah das im Jahr 1816 in Indonesien. Der Vulkan Tambora brach aus und sorgte für einen vulkanischen Winter.

Im Meer

Der Ozean ist der größte Wärmespeicher der Welt. Seit 1900 nahm er 93,4 Prozent der gesamten Erderwärmung auf. Das Meer mit Eisen zu düngen und damit ein Algenwachstum zu fördern wäre eine Methode, um die Treibhausgase zu reduzieren. Studien haben allerdings ergeben, dass eine großflächig angelegte Aktion nur wenig Erfolg verspricht.

Anstatt das Wasser mit Eisen anzureichern, kann man auch das nährstoffreiche Tiefseewasser an die Oberfläche bringen. Denn die Auftriebssysteme in Bengula vor Namibia von Humboldt vor Peru und Chile haben gezeigt, dass dort intensives Algenwachstum begünstigt ist. Dies führt wiederum zu äußerst erfolgreichem Fischfang. Damit das gelingt, muss man das kalte Tiefseewasser erhitzen.

Das Ploblem am Geoengineering

Die Auswirkungen durch die tiefgreifende Veränderung können dabei nicht genau eingeschätzt werden. Wir nehmen ohnehin schon große Veränderungen in der Umwelt vor. Wollen wir wirklich noch mehr eingreifen, ohne die Folgen zu kennen?

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Quellen:

Wir sind dran. Club of Rome: Der große Bericht: Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt. - Ernst Ulrich von Weizsäcker, Anders Wijkman u.a.

Der Standard - Geo-Engineering hätte indirekt katastrophale Folgen für die Erde

Der Standard - Der Ozean als Retter unseres Klimas?

Wikipedia - Geoengineering